Über uns...

Äthiopien, die Wiege des Kaffees,

das ist meine Heimat. Hier wuchs ich inmitten einer kleinen Kaffeeplantage auf, die sich
seit Generationen im Besitz meiner Familie befindet. Die Region Oromia (s. auch Karte)
ist eines der bekanntesten und, aufgrund ihrer fruchtbaren Böden, besten Kaffeeanbau-
gebiete meines Landes. Hier wird auch der Ursprung des Kaffees vermutet, von wo er sich auf der ganzen Welt verbreitete.

Meine Familie lebt im Gebiet Harar, im Nordosten der Region Oromia, wo auch unser Kaffee wächst. Sie betreibt die Kaffeeproduktion traditionell, auf Basis des „Regen-
feldbaus“, d.h. es wird auf künstliche Bewässerung und Düngung verzichtet. Unser Kaffee ist also völlig natur belassen und damit auch frei von jeglichen chemischen Pflanzen-
schutzmitteln. Wir bauen ausschließlich hochwertigen Arabica-Kaffee an. Bei der Ernte werden nur die reifen Früchte mit Hand gepflückt („Picking-Methode“) und sortiert.

Landkarte Äthiopien

Die Kaffeeplantage meiner Eltern

war der Mittelpunkt meiner Kindheit und Jugendzeit. Als kleiner Junge schon folgte ich meinem Vater auf Schritt und Tritt durch die Kaffeefelder. Er vermehrte und kultivierte Kaffeepflanzen. Sein großes Wissen über die Kaffeekultur gab er an mich und meine Geschwister weiter. Wir lernten alles, was man als guter Kaffeebauer wissen muss, um hochwertigen Kaffee zu erzeugen. Mein Vater bildete auch Leute im Kaffeeanbau aus.

Der Kaffee ernährt bis heute die gesamte Großfamilie (zurzeit über 30 Familienmitglieder). Allerdings leider nicht ausreichend, da der Verkauf des Rohkaffees auf dem Markt in der Stadt viel zu wenig einbringt. Die Zwischenhändler haben den eigentlichen Profit und viele Familienangehörige sind auf zusätzliche Arbeit angewiesen damit sie über die Runden kommen.

Über Generationen hinweg ist der Kaffeeanbau in unserer Familie jedoch nie nur ein reiner Broterwerb gewesen.

Die traditionelle Zubereitung des Kaffees (s. Fußnote1) wird in unserer Familie, wie in vielen anderen äthiopischen Familien, zelebriert und hat neben dem reinen Kaffeegenuss auch eine sehr wichtige soziale Bedeutung für uns Äthiopier.

Trotz der Liebe zum Kaffee und der Plantage, war ich auch an kreativen Tätigkeiten interessiert. Daher erlernte ich zusätzlich den Beruf des Schneiders und führte einen kleinen Krämerladen, in dem ich unter anderem selbstgeschneiderte Kleidung verkaufte.

Bis ich dann im Jahr 1985 aus privaten Gründen gezwungen war ins Ausland zu gehen und schließlich nach Deutschland kam. Hier lernte ich meine Frau kennen und wurde in deren Familie herzlich aufgenommen. So kam es, dass Deutschland zu meiner zweiten Heimat wurde. Aber auch außerhalb der Familie bin ich vielen netten Menschen begegnet und habe hier viele Freunde gefunden.

Im Südwesten Deutschlands,

genauer gesagt in der Pfalz, bekanntlich auch ein schönes Fleckchen Erde mit einem sehr milden Klima, arbeitete ich zwanzig Jahre für ein renommiertes Weingut, wo ich sehr viel Interessantes über die Wein- und Sektproduktion lernte. In gewisser Weise bin ich damit dem Bereich, aus dem ich kam, treu geblieben. Zwar kein Kaffee, dafür die Herstellung eines anderen genussvollen Getränkes.

Nun, nach dieser langen Zeit, kehre ich ganz zu meinen Wurzeln zurück.
Sowohl der Kaffee, als auch meine Familie liegen mir am Herzen.

Mein Ziel ist es daher eine Verbindung von der Kaffeeproduktion in Äthiopien bis hin zum Kaffeekonsumenten in Deutschland zu knüpfen, durch die beide Seiten voneinander profitieren.

Aus diesem Grund gründete ich zu Beginn dieses Jahres zusammen mit meiner Frau die Firma MAKABAYO KAFFEE, deren Name eine Widmung an meine Eltern ist. Er setzt sich aus den Begriffen „Aba“ für Vater und „Ayo“ für Mutter zusammen. Die vorangestellten Buchstaben „Mak“ stehen für die Initialen meines Namens Mohammed Abdulrazaq-Kalupski.

Die Philosophie von MAKABAYO KAFFEE

  • Die erstklassige Qualität des Kaffees steht im Vordergrund. Diese bezieht sich auf den ganzen Prozess, von Anbau, über Ernte (nur reife Kaffeefrüchte) bis hin zur Trocknung, Trennung und Reinigung der Kaffeebohnen.
  • Der Kunde erhält ausschließlich naturreinen Kaffee der Sorte Arabica.
    Die Zufriedenheit des Kunden ist das A und O.
  • Fairness gegenüber den Produzenten.
  • Die Kaffeefelder werden unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet.
  • Die Unterstützung von Sozial- und Umweltprojekten in Äthiopien ist in der weiteren Zukunft angedacht. Kontakte hierzu bestehen bereits.
  • Nachhaltigkeit, soziale Wertschätzung, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit sind grundsätzliche Werte, denen wir uns verpflichtet fühlen.



1(Zunächst werden die zuvor in einer Pfanne gerösteten Bohnen in einem Mörser zerstoßen und dann in einer Kanne aus Ton, der sogenannten Jabana, zusammen mit Wasser und Zucker aufgekocht. Der fertige Kaffee wird dann in kleinen Schälchen serviert.)

Herr Makabayo auf Kaffeeplantage